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Satzung des Schachvereins

Satzung des Schachverein VHS Heide in der Fassung vom 11.11.2016

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen "Schachverein VHS Heide" und hat seinen Sitz in Heide/Holstein. Er wurde am 04.07.1946 in Heide/Holstein gegründet.

2. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck und Gemeinnützigkeit

1. Der Verein erblickt seine Aufgabe in der Pflege und Förderung des Schachspiels als einer sportlichen Disziplin, die in besonderem Maße geeignet ist, der geistigen und charakterlichen Entfaltung der Persönlichkeit zu dienen. Er ist parteipolitisch sowie konfessionell unabhängig und vertritt die Grundsätze der Toleranz wie der Gleichberechtigung aller Menschen.

2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung.

3. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch

a. die Förderung sportlicher Übungen und Leistungen im Schach,
b. die Durchführung von sportlichen Veranstaltungen,
c. die Heranführung von Anfängern insbesondere Kindern und Jugendlichen zum Schachsport,
d. den Einsatz von sachgemäß vorgebildeten Übungsleiterinnen und –leitern.

4. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person oder Organisation durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Mitgliedschaft in Verbänden

1. Der Verein ist Mitglied des Kreissportverband Dithmarschen im Landessportverband Schleswig-Holstein und im Schachverband Schleswig-Holstein.

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft

1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden.

2. Wer die Mitgliedschaft erwerben will, hat an den Vorstand einen schriftlichen Aufnahmeantrag zu richten. Bei Minderjährigen ist die Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters erforderlich. Der Vorstand teilt seine Entscheidung dem Antragsteller mit.

3. Die Mitglieder erkennen diese Satzung, die Finanzordnung des Vereins sowie Ordnungen und Wettkampfbestimmungen der Verbände, denen der Verein angehört, in der jeweils gültigen Fassung als verbindlich an. Jedes neue Mitglied erhält ein Exemplar der Satzung und der Finanzordnung.

4. Über die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft entscheidet die Mitgliederversammlung. Ehrenmitglieder haben alle Mitgliederrechte.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Tod, Ausschluss oder durch Auflösung des Vereins.

2. Eine Austrittserklärung ist schriftlich an den Vorsitzenden zu richten. Der Austritt ist nur zum Ende eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen zulässig.

§ 6 Beiträge

1. Der Mitgliedsbeitrag sowie Sonderbeiträge, Aufnahmegebühren und Umlagen werden von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit in einer Finanzordnung festgelegt.

2. Der Vorstand kann auf Antrag in begründeten Fällen, Beiträge, Aufnahmegebühren und Umlagen ganz oder teilweise erlassen oder stunden.

3. Ehrenmitglieder werden von der Zahlung von Beiträgen und Umlagen befreit.

§ 7 Straf- und Ordnungsmaßnahmen

1. Ein Mitglied kann, nachdem ihm Gelegenheit zur Äußerung gegeben worden ist, aus wichtigem Grund vom Vorstand mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen aus dem Verein ausgeschlossen werden, insbesondere wegen:

a) vereinsschädigenden Verhaltens,
b) grober oder wiederholter Verstöße gegen die Satzung,
c) Nichtzahlung von Beiträgen trotz zweimaliger Mahnung.

2. Wenn ein Mitglied schuldhaft gegen die Satzung oder Anordnung der Vereinsorgane verstößt, können nach vorheriger Anhörung vom Vorstand folgende Maßnahmen verhängt werden:

a) Verweis,
b) Geldstrafe bis zu EUR 100,--,
c) Zeitlich begrenztes Verbot der Teilnahme am Spielbetrieb und an den Veranstaltungen des Vereins.

3. Inaktive Mitglieder können vom Vorstand aus der Mitgliederliste gestrichen werden. Inaktiv ist, wer weder seinen Beitrag bezahlt noch am Spielbetrieb teilnimmt. Das Mitglied ist vier Wochen vor der drohenden Streichung schriftlich zu informieren.

4. Die verhängten Straf- oder Ordnungsmaßnahmen sind dem betroffenen Mitglied in schriftlicher Form mit Begründung und Angabe des Rechtsmittels bekannt zu geben.

§ 8 Rechtsmittel

1. Gegen die Ablehnung der Aufnahme (§ 4) und gegen alle Straf- und Ordnungsmaßnahmen (§ 7) ist Einspruch zulässig. Dieser ist innerhalb von einem Monat nach Zugang der Entscheidung schriftlich beim Vorsitzenden einzulegen. Über den Einspruch entscheidet die nächste ordentliche Mitgliederversammlung. Bis zur endgültigen Entscheidung der Mitgliederversammlung ruhen die Mitgliedschaftsrechte des betroffenen Mitglieds, soweit sie von der Entscheidung des Vorstands berührt sind.

§ 9 Vereinsorgane

1. Organe des Vereins sind:

a) die Mitgliederversammlung
b) der Vorstand

§ 10 Mitgliederversammlung

1. Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung.

2. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal jährlich spätestens im dritten Quartal des Geschäftsjahres statt.

3. Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt unter Mitteilung der Tagesordnung durch den Vorstand mit Schreiben an alle Mitglieder. Zwischen dem Tag der Einladung und dem Termin der Versammlung muss eine Frist von mindestens vier Wochen liegen.

4. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist innerhalb einer Frist von zwei Wochen mit entsprechender Tagesordnung einzuberufen, wenn es

a) der Vorstand beschließt,
b) ein Viertel der stimmberechtigten Mitglieder schriftlich beim Vorsitzenden beantragt.

5. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Alle Mitglieder haben in der Versammlung Rederecht und das Recht Anträge zu stellen. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder vom vollendeten 14. Lebensjahr an. Als Vorstandsmitglieder sind Mitglieder vom vollendeten 18. Lebensjahr an wählbar.

6. Die Entscheidungen der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Satzungsänderungen können nur mit einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden. Stimmenthaltungen bleiben für die Entscheidung unberücksichtigt.

Über Anträge, die nicht in der Tagesordnung verzeichnet sind, kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn diese Anträge mindestens zwei Wochen vor der Versammlung schriftlich beim Vorstand des Vereins eingegangen sind. Sämtliche fristgerecht eingegangenen Anträge werden am Spielabend eine Woche vor der Versammlung zur Einsicht ausgelegt.

Anträge, die erst nach Ablauf der Antragsfrist beim Vorstand eingehen, gelten als Dringlichkeitsanträge und dürfen nur behandelt werden, wenn die anwesenden Mitglieder mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen, dass sie als Tagesordnungspunkte aufgenommen werden. Ein Dringlichkeitsantrag auf Satzungsänderung ist unzulässig.

§ 11 Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus:

a) dem Vorsitzenden
b) dem stellvertretenden Vorsitzenden
c) dem Kassenwart
d) dem Turnierleiter
e) dem Jugendwart
f) dem Pressewart

2. In den geraden Kalenderjahren werden die Vorstandsmitglieder a) und c) und e), in den ungeraden Kalenderjahren die Vorstandsmitglieder b) und d) und f) durch die Mitgliederversammlung für je 2 Jahre gewählt. Seine Mitglieder bleiben bis zur übernächsten Mitgliederversammlung im Amt. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds ist der Vorstand berechtigt, ein neues Mitglied kommissarisch bis zur nächsten Wahl zu berufen.

3. Der Vorsitzende beruft die Sitzungen des Vorstands ein und leitet diese. Die Einberufung der Vorstandssitzung erfolgt unter Mitteilung der Tagesordnung durch den Vorsitzenden an alle Vorstandsmitglieder. Zwischen dem Tag der Einberufung und dem Termin der Sitzung muss eine Frist von mindestens 8 Tagen liegen. Er ist verpflichtet, den Vorstand einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert oder dies von der Mehrheit der Vorstandsmitglieder verlangt wird.

4. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Hat ein Vorstandsmitglied mehrere Ämter inne, so hat es bei Sitzungen trotzdem nur eine Stimme. Bei Beschlussfassung entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt.

§ 12 Gesetzliche Vertretung

1. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende und sein Stellvertreter. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Jeder von ihnen ist allein vertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis zum Verein wird der Stellvertreter jedoch nur bei Verhinderung des Vorsitzenden tätig.

§ 13 Jugend des Vereins

1. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung kann der Jugend das Recht zur Selbstverwaltung im Rahmen der Satzung und der Ordnungen des Vereins eingeräumt werden.

2. In diesem Fall gibt sich die Jugend eine eigene Jugendordnung, die der Genehmigung des Vorstands bedarf. Die Jugend entscheidet über die Verwendung der ihr zufließenden Mittel.

§ 14 Protokollierung der Beschlüsse

1. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des Vorstands sind zu protokollieren. Das Protokoll ist vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen.

§ 15 Kassenprüfung

1. Die Kasse des Vereins wird in jedem Jahr durch zwei von der Mitgliederversammlung des Vereins auf ein Jahr gewählte Kassenprüfer geprüft. Die Kassenprüfer erstatten der Mitgliederversammlung einen Prüfungsbericht. Die Kassenprüfer dürfen nicht dem Vorstand angehören.

§ 16 Auflösung des Vereins

1. Der Verein ist aufzulösen, wenn er weniger als 5 Mitglieder hat.

2. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden.

3. Die Einberufung einer solchen Versammlung darf nur erfolgen, wenn es

a. der Vorstand mit einer Mehrheit von drei Vierteln aller seiner Mitglieder beschlossen hat
b. von einem Drittel der stimmberechtigten Mitglieder des Vereins schriftlich gefordert wurde.

4. Die Auflösung kann nur mit einer Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden.

5. Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen einem erst im Zuge des Auflösungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Verein zu, der es ausschließlich und unmittelbar für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden hat.

6. Die Fusion mit einem anderen Sportverein, der als gemeinnützig anerkannt ist, gilt nicht als Auflösung. Das Vermögen geht in diesem Fall in den gemeinsamen Verein über.

§ 17 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt mit der Beschlussfassung in Kraft und ersetzt alle früheren Fassungen.

Heide/Holstein, den 22. Februar 2003